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Busch-Blog

Von und über Wilhelm Busch

Dieser Blog ist dem niedersächsischen Dichter, Künstler, Erfinder der Graphic Novel und Weltweisen Wilhelm Busch gewidmet. Im Laufe der Zeit werde ich an dieser Stelle Texte aus verschiedenen seiner Werke, aber auch eigene Überlegungen zu Busch veröffentlichen.

Mittwoch, 28. Juli 2021
PRESSE

Ach, die sittenlose Presse!
Tut sie nicht in früher Stund
all die sündlichen Exzesse
schon den Bürgersleuten kund?!

Mittwoch, 14. Juli 2021
Sommer - Sonntag - Sonnenschein


Sommer - Sonntag - Sonnenschein. -

Blühende Kirchhofslinde

Nickt durchs zerbrochene Fenster hinein

Der Kirche im Morgenwinde.



Vogel fliegt dort ein und aus

Friedlich am Sonntagmorgen,

Oben im stillen Gotteshaus

Glaubt er sein Nest geborgen.



Kirche - Orgel und Choral,

Warm ist's im Kirchenraume;

Dorfes Mütterchen allzumal

Nicken behaglich im Traume.



Still Gesang. Das Wort beginnt:

Gott kommt in Strafgewittern;

Worte so da geschrieben sind:

Heulen und Kniezittern. -



Jeder Schläfer fährt so bang

Auf aus behaglichem Traume.

Doch der Vogel, der Vogel sang

Laut ein Lied in dem Raume.



War ein Lied vom Sonnenschein,

Frühling und Frühlingstriebe:

War ein Lied so hell und rein;

Frühling und Gottes Liebe!



Dummen Vogels dummes Lied,

Dachte der Küster verdrossen.

Als er, der letzte, die Kirche mied,

Hat er das Nest zerstoßen.



Ängstlich flattert das Vögelein

In der blühenden Linde,

Die da nickt zum Fenster hinein

Der Kirche im Morgenwinde.

Donnerstag, 1. Juli 2021
Kritik des Herzens

Die erste alte Tante sprach:
"Wir müssen nun auch dran denken,
Was wir zu ihrem Namenstag
Dem guten Sophiechen schenken."

Drauf sprach die zweite Tante kühn:
"Ich schlage vor, wir entscheiden
Uns für ein Kleid in Erbsengrün,
Das mag Sophiechen nicht leiden."

Der dritten Tante war das recht:
"Ja", sprach sie, "mit gelben Ranken!
Ich weiß, sie ärgert sich nicht schlecht
Und muss sich auch noch bedanken."

Mittwoch, 23. Juni 2021
Immer wieder

Immer wieder

Der Winter ging, der Sommer kam.
Er bringt aufs neue wieder
Den vielbeliebten Wunderkram
Der Blumen und der Lieder.

Wie das so wechselt Jahr um Jahr,
Betracht ich fast mit Sorgen.
Was lebte, starb, was ist, es war,
Und heute wird zu morgen.

Stets muss die Bildnerin Natur
Den alten Ton benützen
In Haus und Garten, Wald und Flur
Zu ihren neuen Skizzen.

Mittwoch, 9. Juni 2021
Ein Onkel

Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt.

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